Dienstag, 6. Juli 2010

mit Kaffee on Tour

Was macht man in Vancouver, wenn man einen Ausflug macht ?? Erstens, so schnell wie moeglich an einer Coffeebar anhalten und einen Kaffee fuer unterwegs kaufen!! Zweitens die Kreditkarte dabei haben, denn alles wird mit Kreditkarte bezahlt, selbst das Trinkgeld im Restaurant - und das faellt meist sehr grosszuegig aus, um das geringe Gehalt der zuvor bereits mal erwaehnten Hostess aufzubessern. Und drittens sollte man Geld haben, denn wenn man fuer den Eintritt ins Aquarium mit 15 % Ermaessigung noch 27 Kanadische Dollar bezahlt, ist das alles andere als ein preiswertes Vergnuegen, na gut, die Anlage war sehr schoen eingerichtet, es gab eine Delphinshow und ein 4 D Kino, viele Touch Screens und andere nette Features, die einen Besuch lohnenswert gemacht haben, besonders wenn man die grossen Augen von Abigail, der juengsten Tochter gesehen hat. Fuer die Einheimischen gibt es fuer viele Attraktionen Jahreskarten, die Jahreskarte fuer das Aquarium lohnt sich bspw. schon bei 3 Besuchen im Aquarium im Jahr und Kinder muessen erst ab 5 Jahren Eintritt zahlen. Und jetzt geniesse ich die Sonne im Garten, entspanne auf der Terasse und schreibe einen weiteren Eintrag in meinen Blog und bin immer wieder aufs neue erfreut ueber die Gastfreundlichkeit!

mit dem Wasserflugzeug ueber Gastown

Und wieder ist ein Tag in Kanada zu Ende gegangen und es gibt einiges, ueber das es sich lohnt zu berichten. Ich habe einen Flug mit dem Wasserflugzeug unternommen, ein Sightseeingflug rund um Vancouver, sehr schoen, der Pilot hat uns erst nach dem Flug erzaehlt, dass diese Flugzeuge vor ueber 40 Jahren gebaut wurden, vielleicht waere sonst der ein oder andere Passagier wieder von Bord gegangen. Die tolle Landschaft konnte ich nur teilweise im Bild einfangen, habe ich doch die Batterie der Kamera nicht aufgeladen, typisch. Fuer den gestrigen Tag hatte ich reichlich Plaene, die aber teilweise dem Versuch zum Opfer fielen, einige Biere einer Gasthausbrauerei in Gastown zu testen, auch wieder ein Hefeweizen. Gastown ist eine sehr malerische Gegend mit viel Blumenschmuck, aber auch Gegensaetzen. Denn neben den touristischen Laeden und huebschen Lokalen zieren einige Obdachlose das Strassenbild. Apropos Gegensaetze, da gibt es noch ein Beispiel: auf der einen Seite gibt es in Vancouver mehrfach kostenlos nutzbare Tennis Hardplaetze, auf der anderen Seite gibt es einen Tennis Club, bei dem man ca. 40.000 Kanadische Dollar Jahresbeitrag bezahlen soll. Beim abschliessenden Shopping wurde ich mal wieder von den Preisen getaeuscht. Waehrend in Deutschland normalerweise Waren mit Endpreisen ausgezeichnet sind, kommt in Kanada quasi immer die 12 % Mehrwertsteuer noch drauf. Das werde ich so schnell wohl nicht verinnerlichen. Und mit einem weiteren Fussballkick mit Jasper habe ich dann die Vorfreude auf das Halbfinalspiel angeregt und warte gespannt auf den naechsten Tag. 

Sonntag, 4. Juli 2010

GrandvilleIsland

Als ich heute morgen auf der Toilette war, ist mir das erste Mal aufgefallen, da ist was anders, die Toilette voller Wasser, erst dachte ich "Anona hat Dir doch am Abend vorher gesagt, wenig Klohpapier verwenden, sonst droht eine Verstopfung" So, dachte ich, jetzt habe ich ein  Problem, doch dann habe ich den Abzug betaetigt und was muss ich sehen, es wird gespuelt, abgezogen und anschliessend fuellt sich die Toilette mit Wasser, warum darauf habe ich keine Antwort aber wenigstens ist die Toilette nicht verstopft. Und das wiederum erinnert mich an etwas anderes, seit der Simpsonsfolge, wo Bart einen politischen Disput zwischen den Regierungen von Australien und den USA ausgeloest hat und mit seiner Familie nach Australien eingeladen wird, damit Bart sich vor dem australischen Parlament entschuldigt, beschaeftigt mich ein zweites Mysterium, dem ich endlich auf den Grund gehen kann. In den USA entsteht in der Toilette beim Abzug ein Strudel gegen den Uhrzeigersinn und in Australien soll sich der Strudel mit dem Uhrzeigersinn bewegen und fuer die Simpsons wurde extra eine Vorrichtung eingebaut, damit sich auch in Australien der Strudel gegen den Uhrzeigersinn bewegt. Diese Frage wird mir hoffentlich in Neuseeland beantwortet. Programm gab es natuerlich am heutigen Tag auch und das fuehrte mich mit der ganzen Familie nach GrandvilleIsland. Ich frage mich, ob es dort zuerst ein Zementwerk gab und dann die Attraktionen, wie ein grosser Shoppingmarkt mit Feinkost, deutschen Weisswuersten ..... drum herum entstanden sind oder eine frei gewordene Flaeche einfach vermarktet wurde, egal, Kinder haben bestimmt Ihre Freude, weil es dort einen Kids Markt gibt, der bspw. neben den normalen Tueren extra kleine Eingangstueren fuer Kids hat. Und auch sonst ist es ein schoener Ort, dessen Aufenthalt mit einer Fahrt mit dem Waterbus garniert wurde, ein kleines Boot, mit dem man auf dem Fals Creek fahren kann und an mehreren Stationen ein- und aussteigen kann, quasi ein Bus auf dem Wasser. Und als Besonderheit haben John und ich eine Microbrauerei besucht mit anschliessender Verkostung von 4 verschiedenen Bieren, u.a. einem nach deutscher Braukunst produzierten Weissbier, was sich mit unserem Koenig Ludwig Weissbier natuerlich nicht messen kann, aber trotzdem geniessbar ist. Und wiedereinmal endete ein erlebnisreicher Tag mit einem von John lecker zubereiteten Abendessen. 


Samstag, 3. Juli 2010

in Kanada angekommen


Nach einem entspannten Flug bin ich in Vancouver gelandet, die Abwicklung am Flughafen war problemlos. Weil die Landung fuer 22:30 vorgesehen war, habe ich die erste Nacht im Hotel verbracht, Airport Inn, wer jetzt denkt, das Hotel waere am Airport, der hat genauso wie ich falsch gedacht, denn mit dem Taxi waren es fast 10 min Fahrzeit bis zum Hotel und jetzt weiss ich auch, warum ich keine 60 Euro bezahlt habe, Laerm, defektes Licht und ein Fruehstueckstisch, bei dem man den Abfall der Person, die vorher an dem Tisch gefruehstueckt hat, selber an die Seite raeumen durfte, das verdient eigentlich keinen Stern, aber wenigstens war das Zimmer sauber. Am naechsten Tag hat Anona mich mit Ihren Kinder abgeholt, ein herzlicher Empfang, wie ich Ihn nicht anders erwartet hatte. “Oh nein” dachte ich “in Deutschland bekommt man fuer das Ueberfahren einer roten Ampel Punkte” und dann steht die Ampel auch noch auf der anderen Seite der Kreuzung, echt irritierend, doch das letztere ist fantastisch, keine Halsverraenkungen mehr, um zu sehen, ob die Ampel auf gruen schaltet. Einfach entspannt geradeaus schauen. Und eine Verkehrssuenderin ist Anona auch nicht, rechts abbiegen ist in Kanada bei roter Ampel erlaubt, quasi an jeder Ampel ein gruener Pfeil. Das Haus ist sehr schoen und nah am Wasser gelegen und wenn man sich bis dahin noch nicht wohl gefuehlt hat, dann spaetestens, wenn man in die Kellerwohnung kommt und ein Glas Nutella auf dem Tresen der Kueche steht und ich weiss, dass es extra fuer mich gekauft wurde. Den Tag haben wir am Wasser verbracht, erst am Meer, dann in einem der Wasserparks, die es mehrfach in Vancouver gibt, quasi ein Wasserspielplatz fuer Kinder, echt super finde ich. Und abends habe ich dann Bekanntschaft mit kanadischem Bier gemacht, ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. 

Der naechste Morgen beginnt mit unterhaltsamen Fruehstuecksfernsehen und 4 Toren fuer Deutschland, kein ewiges Warten auf den Anpfiff und den ganzen Tag mit der Gewissheit geniessen, dass Deutschland das Semifinale erreicht hat. Einfach super. Als wir das Haus verlassen, lerne ich wieder etwas neues kennen, die Haeuser habe auf der Rueckseite einen Schotterweg als weiteren Zufahrsweg zum Grundstueck, echt von Vorteil. An diesem Tag fahren wir zum Stanley Park, fuer John, Anonas Ehemann der schoenste Park der Welt, “fuer John” wie Anona mehrfach wiederholt, aber nein er ist wirklich sehr schoen. 10 km Radfahren mit 3 Kindern ist ein kleines Abenteuer. Eingekehrt sind wir in einem Teahouse und da ist eine Hostess, die nichts anderes macht als den Gast zu seinem Tisch zu fuehren. Das ist ein Service. Und waehrend Deutschland gegen England 4:1 gewonnen hat, habe ich den Laendervergleichskampf gegen England in Person von Jasper, dem aeltesten Sohn, mit 4:5 verloren. Und jetzt schreibe ich diese Zeilen in Erwartung auf den morgigen Tag und die naechsten Erlebnisse, die es wert sind, hier nieder geschrieben zu werden. Eine Anmerkung fuer alle Maenner: Ich habe gerade ein leckeres Abendessen hinter mir, was von John, dem Hausherren,  zubereitet wurde. Guten Appetitt!!!!